Naherholung am Wasser

Plan des Vereins „Pro Lutter“ für Freilegung des Baches

ler Konzepte zu Ökologie, Historie, Bücherwünsche und Gestaltung aus, die in die Planung mit einflossen. So gestalteten sie einen Wasser- spielplatz, mit Matschfläche, Kletterschiff und Rinnen- system oder überlegten, dass eine kleine Insel vor der dem Gaststätte „Hammermühle“ in Form des Teichs, der dort früher war und nicht wieder rekonstruiert werden konnte. Als Erinnerung an den historischen Verlauf der Lutter. „DieKinder haben tolle Ideen geliefert, die wir, soweit es ging, übernommen haben“, sagte Kim Richard, Landschaftsarchitekt. „Wichtig ist uns der Wie- dererkennungs-Effekt zur Lutter am Gymnasium am Waldhof. So werden wieder viel Natursteine benutzt, die es den Passanten ermög- lichen, direkt ans Wasser zu gelangen“, erklärte Richard und zeigt auf den langen Plan, der auf dem Tisch auslag. Auch am Stauteich 1 soll sich etwas verändern: zwei Terrassen ermöglichen Spaziergängern den Zugang zum See. Kleine Änderungen wird er noch vornehmen, da durch den Sturm im ver- gangenen Monat einige Bäume beschädigt und gefällt wurden. Im November überreicht er den Plan an das Umweltamt.

Neue Westfälische vom
15.10.2008

Mitte (JB). Wasserspielplatz, Sitzterrassen und ein Was- serrad am Gaststätte „Ham- mermühle“ – so sieht die Vision für die Lutter vom Verein „Pro Lutter“ aus.
Jetzt stellte sie ihren Mitgliedern das Konzept zur Freilegung der Lutter zwi- schen Teutoburger Straße und Stauteich I vor: einstimmige Begeisterung. Nun geht der Plan zur Genehmigung an das Um- weltamt der Stadt Bielefeld und von dort zum Bezirksamt nach Detmold, das das 1,7 Millionen teure Projekt finanziell unterstützt. 350.000 Euro davon trägt der Verein durch Spenden. 2004

gründete sich der Verein, um den Bach stellenweise frei- zulegen. „Viele Bielefelder erinnern sich noch an die Lutter und wünschten sich den Fluss wieder zurück“, erzählte Bruno Peters, Vorsitzender des Vereins. Zuerst legte „Pro Lutter“ 120 Meter am Gymnasium am Waldhof frei. Jetzt sollen 1,2 Kilometer zwischen Teuto- burger Straßeund Stauteich 1 folgen. Zur Planung haben sie Schüler des Ratsgymnasium, des Ceciliengymnasiums, des Gymnasiums am Waldhof, des Helmholtz und der Carl-Severing-Schulen hinzu- gezogen. In vier „Planungs- laboren“ arbeiteten die Schü-


So soll es einmal aussehen: Bruno Peters, Kim Richard und Andreas Beaugrand (von links) vor dem Plan mit dem neu geplanten Verlauf der Lutter. Die Vorfreude ist ihnenanzusehen.
FOTO: JULIA BINDZUS


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